Cybermobbing

Es gibt zur Prävention von Cybermobbing flächendeckend in der Bundesrepublik zahlreiche Projekte und Initiativen verschiedener Träger auf örtlicher, regionaler, landes- und bundesweiter Ebene.

Einzelne namhafte Akteure auf Bundesebene – außer dem Bundesfamilienministerium – in diesem Themenfeld sind Klicksafe, der Weisse Ring e. V., die Initiative „Radio hilft“ (ein Zusammenschluss vieler Radiosender, siehe http://gegen-gewalt-im-netz.radiohilft.de/), die Technikerkrankenkasse (http://www.tk.de/tk/engagement-im-land/praevention-und-gesundheitsfoerderung/cybermobbing/348506) und natürlich wir selbst, das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK).

Als ProPK haben wir bislang zu der Thematik folgende Medien produziert bzw. herausgegeben und bundesweit verteilt:

– die Handreichung „Herausforderung Gewalt“:
Die Handreichung für Pädagogen setzt sich mit dem Phänomen der Gewalt junger Menschen auseinander und stellt Möglichkeiten der Vorbeugung sowie Intervention (insbesondere) im schulischen Rahmen dar. U. a. wird das in Evaluationen als wirksam nachgewiesene, international erfolgreiche Gewaltpräventionsprogramms des Psychologen Dan Olweus beschrieben und die daraus abzuleitenden Empfehlungen für die praktische gewaltpräventive Arbeit an Schulen. Zielgruppe: Multiplikatoren.

– die Handreichung „Im Netz der Neuen Medien“:
Die Handreichung stellt eine umfassende Informationsgrundlage zum Thema Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen dar. Sie vermittelt grundlegendes Wissen in diesem Themenfeld u. a. auch zu Cybermobbing. Für eine tiefer gehende Beschäftigung finden sich Hinweise auf ausgewählte Materialien und Informationsquellen. Zielgruppe: Multiplikatoren.

– Das Comic-artige Heft „Hallo – jetzt reicht’s“: 
Das Heft stellt in kindgerechter Art lebensweltliche Erfahrungen von Kindern insbesondere zu Gewalt, Mobbing, Erpressung, Sachbeschädigung sowie Chatten im Internet dar und vermittelt dazu Verhaltensregeln. Zielgruppe: Grundschulen

– das Faltblatt „… und redest selber von Respekt und Würde“:
Der Comic ist eine Initiative mit www.handysektor.de zur Stärkung von Medienkompetenz. Er beschreibt und stellt eindrücklich dar, welche schädlichen Folgen die Verbreitung von beleidigenden Inhalten über Menschen via Internet, Mobiltelefon oder Soziale Netzwerke haben kann. Zielgruppe: Kinder, Jugendliche.

– das Faltblatt „Das Netz vergisst nichts“:
Der Flyer ist auch Teil der Kooperation mit „handysektor“. In einer Comicgeschichte wird hier geschildert, weshalb man von sich und anderen so wenig wie möglich persönliche Daten im Internet preis geben sollte. Zielgruppe: Kinder, Jugendliche.

– das opferorientierte Faltblatt „Opfer, Schlampe, Hurensohn – gegen Mobbing“:
Im Comic (hsg. mit handysektor) wird ein Geschehensablauf „Cybermobbing“ dargestellt. Damit werden die Funktionen von sog. Smartphones aufgezeigt und wie die mobile Einbindung in soziale Netzwerke als Mittel von „Cybermobbing“ genutzt werden kann. Andererseits – und als Hauptbotschaft – wird vermittelt, Mobbing nicht hinzunehmen. Opfer von Cybermobbing können und sollten Hilfe Dritter in Anspruch nehmen. Zielgruppe: Kinder, Jugendliche.

– das Medienpaket „Netzangriff“:
Das Medienpaket besteht aus einer DVD und einem beigelegten Filmbegleitheft. Dieses ist für den Einsatz im Schulunterricht entwickelt worden. Daneben stehen Arbeitsmaterialien (Workshop-Module) zum Download bereit. Der Film des SWR aus der Reihe Krimi.de behandelt explizit Cybermobbing. Im Film wird deutlich, dass Cybermobbing nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch illegal ist, weil damit die Straftatbestände der Beleidigung, üblen Nachrede oder Verleumdung erfüllt sein können, mit entsprechenden strafrechtlichen Folgen. Das Medienpaket ist vergriffen. Der Film ist aber noch auf der Videoplattform youtube eingestellt und das Begleitheft steht zum Download bereit. Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=aHMgcmYuz2M . Zielgruppe: Kinder, Jugendliche.

Darüber hinaus bieten wir umfangreiche Informationen und Tipps auf unserer zentralen Internetseite unter http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/cybermobbing.html.

Quelle:
Andreas Mayer, Geschäftsführer Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Taubenheimstr. 85, 70372 Stuttgart, Tel.: 0711 / 5401-2060, Mail: Andreas.Mayer@polizei.bwl.de o. propk@polizei.bwl.de

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